Über mich
Ich bin Experte auf meinem Gebiet und liebe es, meinen Kund:innen mit meinen Massagen eine wohltuende Auszeit vom Alltag zu schenken. Dank meiner langjährigen Erfahrung im Profisport kenne ich den menschlichen Körper bis ins kleinste Detail.
Für mich sind Körper, Geist und Seele untrennbar verbunden. Es ist beeindruckend, was ein gesunder Körper leisten kann. Rückblickend auf meine sportliche Karriere erkenne ich, wie wichtig regelmäßige Erholungseinheiten waren. Nur durch gezielte und bewusste Erholung konnte ich meine besten Erfolge erzielen.
Meine Aufgabe sehe ich darin, meine Erfahrung und Energie aus dem Sport weiterzugeben und meinen Kund:innen zu helfen. Es bereitet mir große Freude zu sehen, wie sehr eine Massage Menschen unterstützen kann.
Ursprünglich komme ich aus Marokko, wo ich früh mit dem Laufsport begann. Seit 2015 ist die Region Basel meine Wahlheimat, und 2020 habe ich dort meine Ausbildung zum zertifizierten Massage-Therapeuten erfolgreich abgeschlossen.
Neben den Massagen trainiere ich täglich 1-2 Mal und achte auf eine gesunde Ernährung, um Körper und Geist in Balance zu halten.
Du findest mich auch auf Instagram: @eljaddar
Meine Geschichte
Teil 1:
Gespräch zwischen Ahmed El Jaddar (A) und einem befreundeten Journalisten (I), 2008 in Salé Marokko
I: Sie suchten Ihr Glück in den Wäldern Ihrer Stadt Salé, Marokko. Können Sie uns die Geschichte erzählen? Javad (ich nannte mich auf der Flucht Javad oder Bilal)?
A: Ich glaube, alles begann 2003 in einem Alter von 17 Jahren. Ich hörte zum ersten Mal im Radio vom Marathon in Marrakesch und verfolgte das Rennen durch die Kommentare des Radiomoderators. Und ich sagte mir voller Begeisterung: „Was hindert mich daran, dieses Rennen zu laufen und zu gewinnen?“ Am nächsten Tag startete ich mit dem Training, gewillt den Marathon in Marrakesch zu gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt gehörte ich keinem Verein an und hatte auch keine Kenntnisse über Trainingsmethoden, den Ausdauersport und seine Mechanismen. Was mich bewegte, war meine Begeisterung, mein Verlangen und nichts anderes. Also zog ich meine Turnschuhe und Shorts an, ging in den Wald vor der Stadt und vertraute darauf, dass Gott die Distanz zwischen Salé und L’Arjaate überbrücken würde. In Salé lebte ich zu dieser Zeit bei meiner Großmutter. Salé und L’Arjaate sind durch eine Straße (in etwa zwanzig Laufkilometer) getrennt, welche durch ein wunderbar geschütztes Waldgebiet führt. Ich lief morgens die ganze Strecke, aß dann zu Mittag, ruhte mich ein wenig aus und versuchte die gleiche Strecke am Nachmittag noch einmal. Ich war voller Freude und Energie. Allerdings stoppte ich nach etwa zwei Kilometern, denn ich konnte die Strecke nicht zurücklegen. Meine Beine fühlten sich so schwer wie Steine nach dem 20 Kilometern am Morgen an. Das passierte mir natürlich, da mir das Wissen und die Erfahrung zum Laufen fehlten.
I: Welche Schlussfolgerung ziehen Sie ausdiesen ersten Erfahrungen mit dem Laufen, insbesondere das Sie das Ziel vor Augen, den Halbmarathon in Marrakesch zu laufen, hatten?
A: Als ich die zwei Kilometer zurücklegte und nach Hause zurückkehrte, bewegte ich mich nicht mehr. Ich musste aufgrund von Muskelschmerzen eine ganze Woche ohne Bewegung verbringen. Ich kaufte mir eine Lotion und massierte meine Füße und Beine, bis es ihnen besser ging.
Die erste Schlussfolgerung, die ich aus dieser Erfahrung gezogen hatte, war, dass ich nur ein Anfänger war und niemals morgens zwanzig Kilometer und abends noch einmal dieselbe Strecke laufen konnte. Aus dem, was passiert war, hatte ich verstanden, dass drei tägliche Trainings am Morgen, am Nachmittag und am Abend nur für diejenigen möglich war, die über langjährige Erfahrung verfügten und über entsprechende Voraussetzungen (Laufkleidung, gute Schuhe, ausreichende Ernährung etc.) verfügten.
Vor dieser Herausforderung hatte ich nur einige Fußballspiele gespielt. Diese Spiele forderten mich aber nie im gleichen Ausmaß. Laufen forderte mich mit ganzem Herzen und forderte auch mein ganzer Kopf, mein Durchhaltevermögen. Es löste eine Begeisterung, eine Leidenschaft, ein Verlangen nach mehr in mir aus.
Also lief ich einen Monat lang jeden Morgen die vorgeschriebene Distanz. Ich habe es gemacht, ohne an die gelaufene Zeit zu denken. Ich konnte noch gar nicht an eine Zeit denken. Damals ging es mir nur darum, die gesamte Distanz zurückzulegen und zu ohne Unterbruch zu laufen. Immer weiter, kilometerweise hin und her, ohne Zwischenstopps, bis die Beine müde wurden.
I: Wann kam es zu der Wende, wann startest du organisiert und mit Unterstützung in einem Club zu trainieren?
A: Dies geschah zum ersten Mal, als ich ein Junge in der Nachbarschaft, in der ich wohnte, mich darum bat, mich zum Training begleiten zu dürfen. Er war kein Läufer, aber sein Wunsch war es Gewicht zu verlieren. Er sah mich jeden Morgen, wie ich in der Früh joggend das Haus meiner Großmutter verließ. Als wir nach dem Training zurückkamen, meinte er zu mir: „Du bist sehr gut, warum trittst du keinem Verein bei? Gadi Tully, ebenfalls ein Junge aus der Nachbarschaft, ist viel besser.”
Direkt im Anschluss begleitete er mich zum Haus eines jungen Mannes namens Bouabid, der selbst Läufer war und zudem Trainier im Laufclub, OM Club, in Salé war. Als dieser von meinem Wunsch erfuhr, dem Club beizutreten, teilte er mir mit, dass es ganz einfach war. Es sei nur eine Kopie der Personalkarte und ein Foto erforderlich. Ich konnte es gar nicht glauben. Ohne große Schwierigkeiten kam ich so meinem Traum ein großes Stück näher.
Unmittelbar nach meinem Beitritt zum Club half mir Bouabid mit allen Möglichen. Er zeigte mir die Grundsätze: wie man richtig trainiert, wie man richtig dehnt, wie man sich richtig auf einen Lauf vorbereitet und noch vieles mehr.
I: Und das war Ihr Einstieg in die Leichtathletik?
A: Ja, das war mein Start. Es war nur eine sehr kurze Zeit, die ich im Verein verbracht habe. Am Ende wurde ich, hinter Bouabid, Zweiter im Training. Er war der Einzige, der mich im Trainingslauf überholt hat. Er war immer die Nummer eins gewesen und ich war hinter ihm. Und dann, hinter mir, waren die anderen Jungs, welche bereits jahrelang trainiert hatten, klassiert. Ich schaffte es, sie alle zu überholen und hinter mir zu lassen.
I: Du hast gesagt, dass es dich berührt hat, den Marrakesch-Marathon im Radio zu verfolgen und dann hast du gestartet. Was war dein Traum?
A: Mein Ziel war es, den Marathon zu gewinnen. Und ich motivierte mich selbst: „Wenn ich richtig trainiere, kann ich den Marathon auch gewinnen. Was unterscheidet den jetzigen Gewinner von Marrakech Marathon zu mir? Was haben die Gewinner mehr als ich? Nichts, ich musste nur richtig trainieren und mich vorbereiten, dann kann ich dasselbe im Leben erreichen. Ich hatte großes Vertrauen in mich selbst.
Rückblickend ist es ein seltsamer Zufall, dass ich damals nie tatsächlich den Marathon in Marrakech gelaufen bin. Ich habe mich nie zum Lauf angemeldet, aber jahrelang dafür trainiert und gelitten. Der Marrakesch Marathon war meine Motivation, Läufer zu werden. Ich verdanke es dem ihm, dass er mir den Weg zu meiner Leidenschaft gezeigt hat.
I: Zwischen deinem großen Traum und der ersten Teilnahme an einem Marathon vergingen tatsächlich Jahre. Wie sehen Sie die Zeit zwischen den Beginn als Läufer in den Wäldern vor Salé und der ersten Teilnahme an einem Rennen über 42 km und 195 Meter?
A: Als ich dem Laufclub beigetreten bin, habe ich den Marathon immer mehr vergessen. Weil ich angefangen habe, mit Läufern an Cross-Country-Meisterschaften und anderen Rennen teilzunehmen. Währenddessen ist der Marathon völlig aus meinem Gedächtnis verschwunden.
I: Warum hast du dann den Marathon vergessen?
A: Durch tägliches Training und Wettkämpfe stellte ich fest, dass es nicht so einfach war, wie ich es mir zunächst vorgestellt hatte. Ich wusste, dass jeder Sieg in jedem Rennen ein großes Opfer erfordert. Um ein Rennen zu gewinnen, braucht es jahrelanges intensives Training, viel Erfahrung und Ausdauer.
Ich konnte nicht nach zwei Monaten von mir erwarten, dass ich ein Wettkampf gewinnen konnte. Ich stellte auch fest, dass die Läufer, die an Wettkämpfen teilnahmen, über jahrelanges Training und langjährige Erfahrung verfügten und trotzdem nicht das von Ihnen gewünschte Niveau erreichten. Dies zeigte mir auf, dass ich stark und intensiv an mir arbeiten musste.
I: Wie war Ihr zweiter Anfang, jetzt, wo Sie eine klarere Vision und nicht nur ein Wunsch hatten?
A: Ich habe im Jahr 2004 mit dem Laufen begonnen. Nach drei Jahren harter Arbeit wurde ich zu einem beachteten Konkurrenten für erfahrene Läufer in der Region. Mein Name war bekannt und ich konnte mich mit den besten Läufern messen. Mein Name hatte einen Platz auf jeder Startliste und zahlreichen Siegerlisten. Das bedeutet, dass ich in kurzer Zeit einer der besten Eliteläufer Marokkos wurde. Ich war unglaublich glücklich. Ich nahm an Halbmarathons, Straßenrennen und Cross-Country Rennen teil. Ich erreichte bei jedem Rennen einen Platz ganz vorne.
I: Haben Sie also das Selbstvertrauen gefunden, von dem Ihnen Ihre Seele zu Beginn Ihrer Karriere erzählt hat?
A: Ich kann nicht Ja sagen, genauso wenig wie ich Nein sagen kann. In dieser Periode nahm ich an Cross-Country-Rennen und anderen Rennen teil und landete immer mehr oder weniger unter den ersten Zehn. Da wusste ich, dass es gar nicht so einfach war, wie ich mir das vorgestellt hatte. Denn diejenigen, die vor mir kamen, hatten es redlich verdient in der Rangliste vor mir zu stehen. Sie hatten gut trainiert, viel Erfahrung und ich war der naive, aber motivierte Neuling. Manche Ergebnisse gaben mir jedoch mehr Selbstvertrauen.
Ich erinnere mich, dass ich damals im Namen des OM Clubs an einem Cross-Country-Rennen teilnahm und am Ende Siebter wurde, wodurch das Team den dritten Platz auf nationaler Ebene erreichte. Ich hatte somit mitgewirkt, dass unser Team die Bronzemedaille an der Nationalmeisterschaften mit nach Hause nahmen. Im Anschluss ließ ich keinen Wettkampf mehr aus. Ich startete überall und gewann auch die meisten Wettkämpfe. Mein Training fing an, sich auszuzahlen. In jedem Rennen war ich ein starker Mitstreiter für den ersten Platz. Somit wurde auch mein Name sehr bekannt in der Region. Diese Erfahrungen bereicherten mich und ich merkte, dass ich auf dem richtigen Weg war. Von einem 10-km-Rennen bis zum Halbmarathon lief ich alles. Ich wurde mir der Geheimnisse des Laufens bewusst und achtete auf die kleinen Details, die einen guten Läufer ausmachten.
I: Und dann war sie da, die Zeit für den ersten Marathon?
A: Ja, aber da muss ich ein wenig ausholen. Wir befinden uns inzwischen im Jahre 2006. In der Hauptstadt von Marokko fand an einem heißen Sommertag der langersehne Marathon statt. Meine Teilnahme verdanke ich Moulay Ibrahim Boutayeb, der die Verbesserung meines Niveaus durch meine zahlreichen Teilnahmen an Cross-Country Rennen und Straßenrennen mitverfolgte. Er kontaktierte mich erstmals im Jahre 2005 und meinte, dass ich an der nächsten Leichtathletik-Weltmeisterschaft am 10’000m Rennen teilnehmen muss. Die Weltmeisterschaft fand in Athen, Griechenland, statt. Ich absolvierte in Rabat unter der Aufsicht des technischen Direktors, ehemaliger Nationalmannschaftsmitglied Hassan Samsam Aqa, einen Test. Dies war der Test, bei dem ich meinen Rekord 28 Minuten und 45 Sekunden setzte und somit die Mindestvoraussetzungen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Athen erreichte. Damit ich mich aber tatsächlich für die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte, musste ich diese Zeit in einem Rennen über die gleiche Distanz außerhalb von Marokko bestätigen. Einige Tage später bestätigte ich in el Kef im Norden von Tunesien bei einem offiziellen Rennen die Zeit erneut.
Die Läuferlegende, Abdul Rahim Al-Goumri, möge Gott ihm gnädig sein; Er kam mit 29 Minuten und 35 Sekunden ins Ziel, während ich mit einer Zeit von 29 Minuten und 50 Sekunden ins Ziel lief.
Fortsetzung folgt